Instandsetzung und Erweiterung Haus Eber

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Im Zentrum der Gestaltung steht die Übersetzung des heterogenen Quartierkontextes in eine eigene, zeitgenössische Sprache. Dichter, versiegelter Stadtraum trifft auf durchdringende Stadtnatur; klare Ordnung auf wilde. Ein urbaner Mikrokosmos, bewusst durchwachsen und doch komponiert.

Kategorien

Gartenhof
Gartenhof
Steg
Steg
Stadtfront
Stadtfront
Detail Gitterrost
Detail Gitterrost

Bildquelle: Fotografie: Sandro Livio Straube

Übersicht Wirkung

intendierte Wirkung aus Sicht Regenwasser-management
  • Verdunstung fördern
  • Regenwasser langfristig zurückhalten
  • Oberflächenabfluss reduzieren
  • temporärer Rückhalt zur Brechung von Abflussspitzen
  • kontrollierte Ableitung über Notabflussweg
weitere Wirkung
  • Hitzeminderung
  • Anreicherung Grundwasser
  • Förderung Biodiversität
  • Schaffung von Spiel-, Bewegungs- und Begegnungsraum
  • Verkehrsberuhigung / -reduktion

Projektkontext/-konzept

Der Entwurf setzt zwei typologische Schwerpunkte: Stadtfront und Gartenhof. Die Stadtfront an Herdern- und Bullingerstrasse versteht sich als Erweiterung des Strassenraums bis an die Fassade. Ein begehbarer Gitterrost überspannt eine Retentionsmulde und nimmt Dachwasser auf. Die Präsenz des eingedolten Döltschibachs wird so subtil spürbar. Unterschiedliche Maschenweiten und durchwachsende Vegetation erzeugen das Bild eines mäandrierenden Bächleins. Gräser, Stauden und Nesselarten bilden einen vegetativen Filter zwischen Stadt und Wohnen. Der Gartenhof schafft einen geschützten Raum für Erholung, Studium und Begegnung. Ein barrierefreier Steg begleitet die Fassade; Entwässerungsschalen führen das Dachwasser in bepflanzte Retentionsmulden. Ein Raster aus Kiefern erzeugt die Atmosphäre eines lichten Waldes. Sträucher, Stauden und Kräuter formen ein wildes Gefüge. Rasengittersteine und Kletterpflanzen verleihen dem Hof eine ortsbezogene, atmosphärische Dichte.

Schwammstadtelemente und deren Nutzen

Versiegelte Flächen sind auf ein Minimum reduziert, sämtliches Dach- und Oberflächenwasser wird offen geführt, in Retentionsflächen versickert und prägt als sichtbares Gestaltungselement den Freiraum. Ein Steg mit Betonbohlen begleitet die Fassade und erschliesst barrierefrei die EG-Wohnungen; darunter liegt eine Retentionsmulde, in die das Dachwasser über durchgehende Entwässerungsschalen eingeleitet wird. Diese führen es sichtbar entlang der Gebäudekante und leiten es über feine Schlitze gleichmässig in die bepflanzten Senken.

Projektinformationen

Kanton: Zürich

Gemeinde: Zürich

Eigentümer/-in / Bauherrschaft: JUWO Jugendwohnnetz

Beteiligte: Landschaftsarchitektur: MOFA Studio GmbH, Architektur: Wild Architekten GmbH
Bauherrschaft: Jugendwohnnetz JUWO, Zürich
Fotograf: Sandro Livio Straube